technische  Details


Kamera

Ich habe eine billigst-Quickcam verwendet (weniger als 100.-), die über USB am Computer angeschlossen ist. Es handelt sich zwar um eine Lego-Cam, diese ist technisch jedoch dasselbe wie eine Logitec-Quickcam.

Im Nistkasten ist es meistens zu dunkel um mit der Kamera Aufnahmen machen zu können. Man kann die Kamera aber einfach umbauen, so dass man im Infrarot-Bereich Bilder aufnehmen kann. Es handelt sich aber nicht um eigentliche Wärmebilder (Fern-IR) sondern um Nah-IR-Aufnahmen (Bereich zwischen Wärmestrahlung und Licht). Dazu ist eine IR-Beleuchtung notwendig (die von den Vögeln offenbar genauso wenig wahrgenommen wird wie vom Menschen). Ich habe dazu eine Infrarot-Beleuchtung in den Nistkasten eingebaut (Infrarot-LED plus Widerstand kostet ca. 1.-), die IR-LED wird ebenfalls über das USB-Kabel mit Spannung versorgt (5V Widerstand für LED ist unbedingt notwendig).

Damit die Kamera IR-Bilder aufnehmen kann, muss folgendermassen vorgegangen werden: Der CCD-Chip der Kamera ist "von Natur aus" Infrarot-empfindlich, aber im Kamera-Objektiv ist ein Infrarot-Filter eingebaut, da das IR-Licht bei normalen Bildern stört. Dieser Filter kann manchmal von Hand entfernt werden (zwischen Objektiv und CCD-Chip), in meinem Fall musste ich aber das ganze Objektiv auswechseln, da der Filter fest ins Objektiv integriert war. Ich habe es ausgetauscht gegen ein Objektiv ohne Filter (Weitwinkel, 12mm Schraubgewinde, 30.- bei Conrad.ch, Art.Nr. 117617). Das Objektiv passte allerdings nicht ganz genau, ich musste etwas basteln. Einfacher geht es wohl mit Kameras, die schon für IR-Aufnahemn gedacht sind, diese gibt es ebenfalls bei Conrad, aber nicht mit USB-Anschluss.

Software

Mit der Software Pryme (gratis unter www.hilo.dk/pryme) können Filme oder bewegungsgesteuerte Bilder aufgezeichnet werden oder auf Wunsch direkt ins Internet kopiert werden (mit FTP). Man kann einstellen, dass alle x Sekunden ein Bild aufgenommen wird oder dass bei jeder Bewegung im Bild ein Schnappschuss gemacht wird. Es ist aber nicht möglich, eine bewegungsgesteuerte Videoaufnahme zu machen. Immerhin können mehrere Schnappschüsse zu einem Zeitraffer-Film zusammengesetzt werden (mit der Software JPGvideo von http://www.ndrw.co.uk/free/jpgvideo/).

 

Nistkasten

 Damit der Nistkasten Erfolg hat, müssen meines Wissens die folgenden Punkte beachtet werden (ich bin aber kein Ornithologe):

- Loch gegen Süden ausrichten

- mindestens 1,5 m bis 3 m Abstand vom Boden (Katzengefahr)

- helles Holz für den Nistkasten verwenden, damit die Meisen das Loch gut sehen

- keine Holzschutzmittel, keinen Leim verwenden, sondern naturbelassenes Holz

- Jedes Jahr den Nistkasten gut reinigen, damit kein Ungeziefer die meisen belästigt.

 

 


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